Gedichte

Ich habe alte Gedichte von mir gefunden und war doch positiv überrascht, sie sind gar nicht so schlimm, wie ich sie in Erinnerung hatte...




Dieses Gefühl als könnt' ich schweben,
Ein Déjà-vu meines Leben.
Ein Schmetterling der aus seinem Gefägnis entfloh,
Gelockt von der Freiheit, Flügel schlagend, glücklich, froh.




Seltsam fremd scheint mir diese Welt,
Des Herbstestraum, ein Blatt fällt,
Schlägt auf den Boden auf, lautlos.
Der Ort versiegelt von Schweigen,
Doch welch unterfangen, so sinnlos,
Raschelt nun wieder der Wind in den Zweigen
Die Stille aufrecht zu halten,
Scheint ein sinfernes walten...

Wo bist du in leeren Nächten?
Wenn ich bedroht werde von fremden Mächten...
Eine bittere Träne sucht ihrer Wege,
Ich träume wie er wieder vor mir läge.
Doch ein Traum bleibt es weiterhin,
Die stetige Frage der hoffnungslosen Träume,
Wenn sich vor einem auftun die verlassenen Räume
Wo ist er hinverschwunden? Wo liegt der Sinn?




Ein langer Weg zu dir,
Ich kann nicht deinen Herzschlag spüren.
Du bist so lange fern von mir.
Lass deinen Geist mich durch diese Tage führen...


Katzen.Mutter am 27.8.06 15:26


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Haiku

Wir haben ja jetzt Lyrik in Deutsch. Da mir der Unterricht bei dieser Lehrerin so und so total Spaß macht, werd ich da voll animiert etwas zu schreiben.

Auch wenn es jetzt wahrscheinlich wieder heißen wird: Ohh, wie depressiv und traurig...Es ist mir jetzt mal völlig egal was ihr dazu denkt...
Was allerdings nicht heißt, das ich kein KONSTRUKTIVE Kritik haben will...(mmh warum mag ich das wohl so unauffällig geschrieben haben?!)

So aber jetzt, zwei Haiku's:

Ein Blatt sucht den Grund,
fällt dem Tod in den Arm
mit leisem Gebet...


Kontrat aus schwarz
und weißen Kristallen.
Fern, dumpfes Hallen....
ironheart am 28.4.06 14:26


Traumreich

Wurftstern werfen,
Drachen bezwingen.

Böses bestrafen,
Traumzeit verbringen.

Zauberer treffen,
Glocken erklingen.

Königen äffen,
Feen singen....

ironheart am 8.4.06 22:48


Broken

Zerbrochene Bäume, zerbrochenes Herz
Ich bin wiedermal alleine mit diesem Schmerz.
Die Kälte der Einsamkeit,
macht sich in mir breit...
Ein stummer Schrei fromt meine Züge,
Wollen denn alle das ich mich meinem Schicksal füge?

Zerbrochene Träume, zerbrochene Hoffnung,
Mein ganzer Körper, gelähmt vor Erschöpfung
Mein Geist verliert sich in ewiger Dunkelheit
Die Gedanken und Worte sehnen sich nach Freiheit.

Zerbrochene Feste, zerbrochener Stolz
Das ewige Eis, das bis jetzt nicht schmolz
Liegt nun auch zerbrochen da.
Ist das hier denn alles wahr?

Zerbrochener Spiegel, zerbrochneres Glück
Ein Schild in meinem Kopf zeigt: "Kein zurück!"
Alles zerbrochen, nichts mehr ist ganz,
Alles um mich herum hat verloren seinen einstigen Glanz....

ironheart am 23.11.05 22:33


Unschuld

Ein kleines Gesicht lächelt mich an
Augen so groß, sieht mich stumm an
Bald wird die Unschuld von den Zügen gewicht,
Bald wird es nicht mehr lächeln, dies kleine Gesicht.
Die Schuld dieser Welt lasstet so schwer;
Das kleine Gesicht, des Ausdrucks so leer.
Dieses Gesicht, diese Augen jagen mich durch Tag und Nacht;
Die Leere des Todes, der Schatten greift nach ihm mit tödlicher Macht.
Das Ende ist nah, so nah und doch so fern!
Das Glitzern der Augen, erloschen wie ein ferner Stern




ironheart am 16.10.05 15:18






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